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Das "Reich der Mitte" ist wirklich eine Reise wert, auch wenn man mit der dortigen politischen Situation nicht einverstanden ist. Leider wurden auch viele Schätze aus der Kaiserzeit während der Kulturrevolution zerstört. Aber was noch vorhanden ist, ist überwältigend. Allein schon der Kaiserpalast in Beijing (Peking), für den man eine Woche ansetzen müßte, um alles zu sehen, lohnt die Reise. Aber auch der Sommerpalast der Kaiserwitwe, der Sonnentempel, die Ming-Gräber, die Große Mauer!
Unsere Reise ging damals von Beijing aus weiter nach Xi`an, die Stadt am Beginn der Seidenstraße, dir noch vor Beijing Hauptstadt und Sitz der Kaiser gewesen war. Nächste Station war Guilin, schon recht weit im Süden Chinas. Das dortige Kalksteingebirge mit seinen kegelförmigen Bergen versetzt einen in eine total fremde, mystische Welt. Weiter ging es dann über Guangzhou (Kanton) nach Hongkong, das damals noch zu Großbritanien gehörte. D.h. aus der ländlichen Idylle von Guilin und Guangzhou mitten hinein in den Trubel dieser Stadt der Hochhäuser, der tief anfliegenden Jumbo-Jets, der Wohn- Dschunken usw. Ein Kulturschock!
Aber China hat uns so beeindruckt, daß wir ein Jahr später nochmal nach Beijing geflogen sind, um diese Stadt auf eigene Faust kennenzulernen, ohne Führer und ohne festes Programm. Und auch diese Reise war phantastisch!
Und im Jahr 2003 machten wir eine Kreuzfahrt auf dem YangTse. Diese Reise begann in Shanghai, mit dem PKW nach Nanjing, der ersten Kaiserstadt, und von da aus mit dem Schiff bis zu dem gewaltigen neuen Staudamm. Von dort aus weiter durch die drei Schluchten des YangTse, nämlich die Xiling- Schlucht westlich von Yichang (in dieser befindet sich auch der Staudamm), die Wu- Schlucht östlich von Wushan und die Qutang- Schlucht westlich davon. Außerdem die drei kleinen Schluchten im norden von Wushan. Alle diese Schluchten sind ja inzwischen durch die Inbetriebnahme des Staudammes überschwemmt. 
In Chongjing verließen wir das Schiff und es ging weiter über Dazu und Chengdu (wo wir eine Panda- Farm besuchten) nach Beijing, das sich seit unserem letzten Besuch ganz enorm verändert hat.

(Für Bilder den jeweiligen Städtenamen anklicken)

 
 
Xi´an
Staudamm
Schluchten
 
Chengdu
 
Chongqing
 
Beijing

 

 

 

Nanjing

 

Shanghai
 
Guichi
 
Jiujiang
 
 
 
 
Wushan und Kleine Schluchten Guilin Guangzhou
(Kanton)
Hongkong
 
Die "Verbotene Stadt", der Kaiserpalast in Peking, hat riesige Ausmaße. Sie ist wirklich eine Stadt für sich (sie ist 72 ha groß und hat 9999 Zimmer!).
Da sehr viel aus Holz gebaut war, stehen überall riesige, im Winter beheizbare Lösch-
wasserbehälter, die im innersten Bereich natürlich vergoldet waren!

Ein (sehr) kleiner Teil der Verbotenen Stadt

Beheizbarer Löschwasserbehälter
In der Mitte der Verbotenen Stadt steht der Palast Tai He Dian, der nur bei bedeutendsten Anlässen benutzt wurde. Die mittlere Treppe durfte nur vom Kaiser benutzt werden.
Ein Thron befindet sich natürlich in jedem der unzähligen Paläste

Der Hauptpalast Tai He Dian

Der Kaiserthron im Hauptpalast
Links der Paläste befanden sich die Wohnhäuser der kaiserlichen Familie, rechts davon die der kaiserlichen Konkubinen.
Das erste Eingangstor in die Verbotene Stadt ist das Tor des Himmlichen Friedens (Tian an men) und davor der Platz des Himmlischen Friedens, der eine traurige Berühmtheit erhielt, als 1989 eine Demonstration blutigst niedergeschlagen wurde.

Eine Straße zu den Wohnbereichen

Das Tian an men und der Tian an men -Platz
Im großzügig angelegten Sommerpalast ließ sich die Kaiserwitwe ein Schiff aus Stein bauen. Und woher nahm sie das Geld? Aus dem Budget der Marine natürlich!
Der Sonnentempel war besonderen religiösen Veranstaltungen vorbehalten, bei denen sich der Kaiser gottgleich auf einer den Himmel darstellenden Platte den Anwesenden präsentierte

Das steinerne Schiff im Sommerpalast

Die Hauptpagode des Sonnentempels
Den Eingang in das Tal der Ming-Gräber bildet eine Allee von steinernen Geister- figuren. Jede Figur hat ihre eigene Bedeutung.Die Tiergestalten darunter erscheinen immer doppelt: stehend für den Tag und liegend für die Nacht.
Jedes der Gräber besteht aus einer großen Tempelanlage und einem dahinterliegenden großen Hügel, der das eigenliche Grab darstellt.

Eine der Geisterfiguren auf der Totenstraße

Das Grab des ersten Ming-Kaisers
Die Große Mauer, die eine Länge von über 6000 km hat, ist wirklich ein beeindruckendes Bauwerk. Es ist erstaunlich, wie die Menschen in der Lage waren, diese über Berge und Täler verlaufend zu erbauen.. Sie ist allerdings nicht überall aus Stein. In ebenen Gebieten, wo mehr Holz als Stein vorhanden war, wurde sie aus Holz errichtet und ist daher heute verfallen.
Die Große Mauer

... und im Vordergrund mein Frauchen
In Xi`an wurde im Jahr 1974 durch Zufall die vermutlich 6000 Mann starke Terracotta-Armee entdeckt, die das Grab des ersten Kaisers von China beschützen sollte. Das unglaubliche daran ist, daß keine zwei Figuren sich gleichen. Auch die verschiedenen Gesichtszüge der einzelnen Stämme wurden berücksichtigt.
Ein Teil der Terracotta- Armee

Ein Krieger der Terracotta-Armee
Ein besonderes Erlebnis ist eine Schifffahrt auf dem Li- Fluß in der Nähe von Guilin. Hier fährt man durch ein Gebiet mit phantastisch geformten, fast mystisch wirkenden Kalksteinbergen. Diese Gegend lag früher unter dem Meeresspiegel und ist als Korallenriff entstanden.
Die "Zuckerhüte" bei Guilin

Vier Bambusstangen, fertig ist das Boot
Kormoranfischer sieht man am Li-Fluß überall. Sie legen ihren Kormoranen Ringe um den Hals und lassen sie dann nach Fischen jagen. Durch den Ring können diese aber nur die kleineren Fische schlucken. Die größeren bleiben im Hals stecken und werden dann von den Fischern wieder heraus gezogen
Kormoranfischer bei der Arbeit...

...und bereit für Touristenfotos (für Geld)
HongKong. Der "Duftene Hafen". Heute duftet er aber nicht mehr ganz so gut, wie das wohl früher einmal der Fall war.
Aber überwältigend ist diese Stadt nach wie vor, die wegen der strategisch guten Lage auf dieser Felseninsel aufgebaut wurde, auf der vorher nur Piraten gehaust hatten (manche sagen, auch heute noch wohnten dort viele Piraten :-))

Blick vom Victoria Peak auf Hongkong Island

und auf Kowloon auf d. Festland (Hintergr.)
Der Dschunkenhafen Aberdeen; der Hafen, in dem sich die berühmten Wohndschunken befinden. Das ganze Leben findet auf dem Wasser statt. Allerdings werden die Dschunken immer weniger, da herunter- gekommene Dschunken nicht mehr repariert werden dürfen. Die Bewohner werden dann in eines der Wohnsilos gesteckt.
Dschunken und Sampane

Das schwimmende "Jumbo"-Restaurant
Berühmt-berüchtigt war bis vor kurzem der Anflug auf den örtlichen Flughafen "Kai Tak", der knapp über die Häuser und sogar zwischen den Hochhäusern hindurch verlief. Nur bestimmte Fluglinien durften diesen Platz anfliegen. Heute wird der neue Flughafen auf der Insel Lantaui angeflogen
Anflug auf den Flughafen "Kai Tak"

Das übliche Straßenbild in Kowloon

Kleiner Gag am Rande:
In Peking ist nach wie vor das Fahrrad das meistgebrauchte Verkehrsmittel; etwa 9 Millionen Fahrräder gibt es dort.
Nun hat aber das chinesische Verkehrsministerium beschlossen, daß die Scheinwerfer und die Rückleuchten von so vielen Fahrrädern die Autofahrer blenden oder zumindest irritieren könnten. Also wurde jegliche Beleuchtung an Fahrrädern verboten. Diese Millionen von Fahrrädern fahren auch in tiefster Nacht vollkommen dunkel und fast unsichtbar durch Peking!!!! Hat man sich beim Überqueren einer Staße endlich zwischen den Autos hindurchgeschlängelt, hat man immer noch gute Chancen, von einem Radfahrer aufs Korn genommen zu werden, den man schlichtweg nicht sehen konnte.