ein Land der absoluten Gegensätze!
Im Süden Nepals der Terai, ein immergrünes Urwaldgebiet (und früher eine Malariahölle) in einer Höhe von 50m über MSL. Auf halber Höhe in 1300m das Kathmandu-Tal mit seinen drei Königsstädten Kathmandu, Bhaktapur und Lalitpur, das noch bis 1951 auch für Bewohner des Terai verbotenes Gebiet und nicht durch Straßen erreichbar war. Im Norden der Himalaya mit mehreren achttausender Bergen, natürlich auch der Mount Everest mit 8848m über MSL. Momentan noch, denn der Himalaya ist immer noch in Bewegung, und die zwei tektonischen Platten, die den Himalaya bilden, schieben diesen pro Jahr nach wie vor um zwei Zentimeter in die Höhe!
Zwischen diesen beiden Extremen findet man jede Art der Fauna und Flora. Die Natur hat dort, in den niedrigeren Höhen so vielfältige Abstufungen von leuchtendem Grün entwickelt, die man sich kaum vorstellen kann!
Aber nicht nur in der Natur ist Nepal das Land der Gegensätze, sondern leider auch immer noch im Lebensstandard der Menschen. Gerade in der Hauptstadt Kathmandu sind sie noch extrem sichtbar. Hier wohnt Reichtum in fast unmittelbarer Nähe zu absoluter Armut.
Auch in ethnischer Hinsicht ist hier vieles extrem anders als bei uns. Wie in Indien macht der Hinduismus hier den Hauptanteil der vorherrschenden Religionen aus, die Buddhisten sind zwar auch zahlreich verteten, stellen aber den kleineren Teil dar.
Und mit dem Hinduismus tun wir Europäer uns doch etwas schwer. Nach wie vor wirken einige Sitten und Riten auf uns noch sehr befremdend. Aber wenn man dieser anderen Kultur und Lebensphilosophie offen gegenübersteht, wird man phantastische Menschen und ein phantastisches Land kennenlernen.

Der Durbar Square mit seinen alten Palästen aus rotem Backstein und Holz ist das Zentrum von Kathmandu. Religiöses Zentrum ist die hinduistische Tempelanlage von Pashupatinath mit den Verbrennungsstätten, an denen die Toten verbrannt und danach in den Fluß gestreut werden
Pashupatinath mit Verbrennungsstätten

Der alte Königspalast am Durbar Square
Buddhistische Zentren sind durch Stupas erkenntlich, von denen die Augen Buddhas über das Land schauen. Während Bodnath (Klein-Tibet) hauptsächlich von Exil-Tibetern verehrt wird, ist Swayambunath das größte buddhistische Heiligtum von ganz Nepal. Neben diesen Haupt-Stupas gibt es noch tausende weiterer kleinerer.
Stupa von Bodnath

Stupa von Swayambunath
In den hinduistischen Zentren (natürlich insbesondere in Pashupatinath) sieht man viele Sadhus (Asketen, Wanderheilige) und auch Schlangenbeschwörer (bei manchen man aber den Eindruck hat, daß sie mehr auf das Geld der Touristen und Pilger abzielen, als auf geistigen Einklang mit der Natur
Ein Sadhu in regloser Meditation

Ein Schlangenbeschwörer in Pashupatinath
Im Terai, dem südlichen Tiefland von Nepal, ist natürlich eine Fotosafari durch den Dschungel angesagt. Am besten geht das auf dem Rücken eines Elefanten. Es ist zwar etwas wackelig, aber man kann sich den Tieren des Waldes leichter und ungefährdet nähern. Ob es noch Tiger in diesen Bereichen gibt, ist umstritten.
Fertigmachen zum Elefantenritt

Ein Rhinozeros im Terai
Von Pokhara aus starten völlig mit Menschen überladene LKW´s und Busse in Richtung Annapurna-Massiv, um Einheimische, Bergsteiger und Trekking-Touristen dorthin zu bringen.
Ein besonders markanter Gipfel des Annapurna ist der Machhapuchhare, auch Fishtail genannt, obwohl "nur" 7000m hoch

Der Machhapuchhare im Annapurna-Massiv

"Reisebusse" in Pokhara
Die Nachbarstädte von Kathmandu, Bhaktapur und Lalitpur (Patan), alle im Kathmandu-Tal gelegen, waren ebenfalls früher Königsstädte gewesen, was deutlich an dem Newar- Baustil zu erkennen ist. Auch hier nennen sich die Ortszentren Durbar-Square
Der Durbar-Square von Bhaktapur

Der Durbar-Square von Lalitpur
In den Städten ist man überwältigt von der Farbenpracht der Saris, die die Frauen dort tragen.

Am Ende der Nepal- Reise (es ging weiter nach Tibet) konnten wir einen wunderschönen Blick auf den höchsten Berg der Erde genießen: den Sagarmatha (nepalesich) oder Chomolungma (tibetisch) oder Mount Everest


Sari-Trägerinnen in Bhaktapur

Der Mount Everest vom Flugzeug aus