Nach unserer Nepal- Rundreise flogen wir über den Himalaya nach Tibet, dem "Dach der Welt", wo wir auf dem Flughafen der Hauptstadt Lhasa landeten.
Das alles überragende und wirklich überwältigende Gebäude in Lhasa ist der Potala, die ehemalige Residenz des Dalai Lama, bis dieser nach dem Einmarsch der Chinesen in Tibet im Jahr 1959 ins Exil nach Indien ging. Heute ist der Potala für die Chinesen ein Museum, für die Tibeter DAS Wahrzeichen der Hoffnung, dass der Dalai Lama, der die Inkarnation Buddhas darstellt, irgendwann zurückkehren kann
Überhaupt lebt dieses Land im Sinne Buddhas, der hier allgegenwärtig erscheint. Nirgendwo sonst haben wir einen so tiefen Glauben in den Buddhismus erlebt wie hier. Und nicht nur das. Der Auftrag Buddhas, Frieden mit allen Lebewesen zu haben, wird hier nicht nur ausgesprochen, sondern wirklich gelebt! Es ist fast unglaublich, aber ein solch friedfertiges und verzeihendes, schicksalergebenes Volk haben wir noch nicht erlebt. Wohl deswegen hatten die Chinesen so leichtes Spiel, dieses Land einzunehmen.
Allerdings gibt es auch einen recht kriegerischen, räuberischen, nomadischen Volksstamm in den Weiten des Landes, die Khampas, die versucht hatten, die Chinesen zu bekämpfen, aber eine reelle Chance hatten sie natürlich nie.

Wenn man bedenkt, daß Lhasa 3600 m hoch liegt, und die Luft daher schon recht dünn ist, kann man sich vorstellen, daß die 195 Stufen bis zum Palast doch ziemlich anstrengend sind. Aber ohne eine Besichtigung des Potala hat man Tibet nicht gesehen. Und wert ist es die Mühe allemal.
Blick auf den Potala vom Marktplatz aus

Auf dem Dach des Potala
Dagegen wirkt der Sommerpalast im Norbulingka 
(= Juwelengarten), den sich der im Exil befindliche, noch amtierende 14. Dalai Lama bauen ließ, eher bescheiden, aber er ist wesentlich heller, und er hat eine wunderschöne Parkanlage.

Der Sommerpalast des Dalai Lama

Mönche des Klosters Sera bei Diskussionen       
Drepung, eine Klosteranlage, die nicht weit von Lhasa entfernt ist, erinnert selbst schon an eine kleine Stadt. Bis zum Jahr 1959, in dem große Teile der Anlage von den Chinesen zerstört wurden, lebten hier 7770 Mönche. Heute sind es nur noch 450 !
Die Klosteranlage Drepung

Die Haupt-Buddhastatue im Kloster Drepung
Auf unserer Rundreise war die nächste Station Shigatse, der Sitz des Pantschen Lama, nachdem wir durch eine beeindruckende Landschaft entlang des Brahmaputra (der in Tibet Yarlung Tsanpo heißt), gefahren waren.
Und weiter gings auf inzwischen sehr holprigen Straßen nach Gyantse.

Tashilhunpo, das Kloster in Shigatse

Kloster Pelkor Chode in Gyantse
Hinter Gyantse gings dann (auf noch schlechteren Straßen) stetig bergauf, bis wir den Karo-Paß erreichten, der immerhin eine Höhe von 5010 m hat. Hinter dem Paß erreichten wir den Yamdrok-Tso (Türkis-See) in 4500m Höhe, der seinem Namen wirklich alle Ehre macht!
Gebetsfahnen und Steinhaufen am Karo-Paß

Ein kleiner Teil des riesigen Yamdrok-Sees
Überall auf unserer Reise begegnete uns das Yak, das als Arbeits- und Reittier den Tibetern das Leben in ihrem Hochland erst ermöglicht. In den Städten allerdings sieht man eher sehr abenteuerliche motorisierte Fahrgemeinschaften (rechtes Bild)
Tibeterin mit reich geschmückten Yak

Ein Horrorbild für jeden deutschen Polizisten

Das war eine naturgemäß sehr kurze Beschreibung, die Tibet wirklich nicht gerecht werden kann!!!!
Ich kann nur sagen: Tibet ist ein einziger Traum!!! Wir haben noch nie so offene, freundliche und selbstlose Menschen kennengelernt, wie gerade hier. Und ich glaube, wir haben viel von ihnen gelernt, auch viel innere Ruhe gefunden.
Tibet mag wirklich nicht für jeden das geeignete Urlaubsland sein, aber wer offen ist für andere (vielleicht bessere???) Lebensansichten, der sollte dieses Land besuchen, die Reize des Landes und insbesondere seiner Bewohner kennenlernen!

Entschuldigung, wenn ich jetzt noch ein paar Banner anhänge, aber die sind mir wichtig: